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Führungen mit dem Naturschutzzentrum Ruhestein

War der Schwarzwald früher wirklich eben?

 Stiftung Naturschutzzentrum Ruhestein
Schwarzwaldhochstr. 2
77889 Seebach

Tel.: (07449) 91020
Fax: (07449) 91022
naz.ruhestein@naturschutzzentren-bw.de
www.naturschutzzentren-bw.de
Das Naturschutzzentrum bietet zu verschiedenen Themen Führungen an, die Sie gerne buchen können. Hier eine kleine Auswahl:

Naturkundliche Führung
Dass der Schwarzwald früher einmal eben war, ist kaum vorstellbar. Aber es gibt noch weitere interessante Geschichten zu erzählen. Z. B. über die extremen Wetterverhältnisse dieses Mittelgebirges (das Klima ist nämlich mit dem schottischen vergleichbar), über dessen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, über Tiere und Pflanzen, die sich wiederum an diese Verhältnisse angepasst haben, oder Geschichten über den Menschen, der hier oben schon seit dem Mittelalter das Gesicht der Landschaft mitprägte...

Totholzpfad
Totholz ist alles andere als tot. Anders als es der Begriff vermuten lässt. Dieser spiegelt nämlich nur den wirtschaftlichen Aspekt wider. Aber wussten Sie, dass mehr als 1300 Käferarten im und vom Totholz leben? Oder dass es solche Arten gibt, die sich direkt vom Totholz ernähren, während andere Arten Jagd auf diese Holzverwerter machen? Oder dass.... Halt. Mehr wird nicht verraten. Wir wollen ja nicht alles vorweg nehmen.

Beweidung
Früher war die Waldweide überlebensnotwendig für die armen Bauern, die die spärlichen Wiesen im Tal zur Heugewinnung benötigten und dort nicht auch noch ihre Tiere weiden lassen konnten. Deshalb wurden die Tiere schon früh im Mittelalter in den Wald, aber auch auf die Berghöhen zum Weiden getrieben. Und auf den Kammlagen setzte eine regelrechte Almwirtschaft ein. Wie das Ganze vor sich ging und warum die Beweidung zum Erliegen kam, erklären wir Ihnen auf dieser Führung. Und wenn Sie zwischen Juni und September kommen, können Sie vielleicht sogar die Rinder und Schafe, die die Grinden wieder beweiden, hautnah erleben.

Hornisgrinde
Die Hornisgrinde, mit 1.164 Metern der höchste Gipfel im Nordschwarzwald, zieht seit alters her die Menschen in ihren Bann: Kelten, Bauern, Torfstecher, Wanderer, Windkraftbetreiber, Militär. Von der religiösen Stätte bis zum Radarposten, vom Mystischen bis zum Nützlichen – die Hornisgrinde lockt, bezaubert, bietet Besonderes.
Die Hornisgrinde ist aber auch aus Sicht der Natur äußerst bemerkenswert: Hier gibt es das höchst gelegene Hochmoor in unserer Region, mit zwar wenigen, dafür aber sehr spezialisierten, einmaligen Tieren und Pflanzen, die an das raue Klima und die besonderen Verhältnisse im Moor angepasst sind. Auf dem "Grindenpfad" kann man dazu Näheres erfahren. Der Biberkessel erzählt die Geschichte der Eiszeit und eine Besteigung des Bismarckturmes (oder des neu ausgebauten Hornisgrindenturmes) gibt – gutes Wetter vorausgesetzt – einen herrlichen Blick auf die Umgebung frei, wie sie Wanderfalke und Kolkrabe hier täglich genießen können.

Aber auch sonst gehen wir gerne auf Ihre Wünsche ein. Fragen Sie nach!

Führung: Kosten: 65 € pro Gruppe unter der Woche, 95 € am Wochenende
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Maximale Gruppengröße: 25 Personen